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Was ist bei Objektiven zu beachten?

Um das richtige Objektiv zu wählen, ist es wichtig, gewisse Funktionen zu verstehen. Hier finden Sie einen groben Überblick über die Unterschiede der verschiedenen Objektive.

Crop-Faktor/Vollformat

Wie im Testbericht bereits beschrieben, verfügen die meisten Fujifilm Systemkameras über einen APS-C-Sensor. Das heißt, wir müssen hier einen sogenannten Crop-Faktor (bei Fujifilm ist das 1,6) im Vergleich zur Vollformat-Alternative mit einberechnen.

Beispiel:

Das Fujifilm XF 10-24mm/F4 Weitwinkel-Objektiv entspricht ungefähr einer Brennweite von 16-35mm bei einem Vollformat/35mm-Sensor (10 x 1,6 = 16mm, 24 x 1,6 =  38mm). Wer also von einer Vollformat DSLR zu einer Fujifilm-DSLM wechselt sollte dies berücksichtigen, denn das alte 50mm DSLR-Objektiv wäre nun das 35mm DSLM-Objektiv.

Folgendes Video erklärt den Cropfaktor in Kürze:

Bajonett

Das Objektiv-Bajonett (oder Mount genannt) ist der Anschluss für das Objektiv an der Kamera. Je nach

Objektivbajonett eines Kamerasystems mit manueller Scharfeinstellung (Minolta MC/MD)

Objektivbajonett eines Kamerasystems mit manueller Scharfeinstellung (Minolta MC/MD)

Hersteller verfügen Kameras über verschiedene Anschlüsse, so dass man nur in ganz seltenen Fällen Objektive bei einem Systemwechsel wiederverwenden kann – ein positivies Beispiel sind hier die Hersteller Panasonic und Olympus, die beide über ein so genanntest (Micro-) Four-Thirds-Bajonett verfügen.

Bei uns auf der Seite spielen folgende drei Anschlüsse eine Rolle:

  • E-Bajonett (Sony)
  • (Micro-) Four-Thirds-Bajonett (Panasonic, Olympus)
  • X-Bajonett (Fujifilm)

Festbrennweite oder Zoom

In der DSLR-Welt war die Meinung klar: Festbrennweiten machen die schärferen Bilder. Warum? Festbrennweiten haben weitaus weniger bewegliche Teile verbaut, was dazu führt, dass selbst bei kleineren Erschütterungen, die unter anderem auch durch das Herunterklappen des Spiegels entstehen, das Bild nicht so schnell verwackelt wie bei einem Zoom-Objektiv.Ein weiterer Grund für Festbrennweiten (und der deutlich weniger beweglichen Teilen) ist die Chance, kleinere Linsen zu haben, die mehr Licht einfangen können. Dagegen bieten Zoom-Objektive die deutlich bessere Flexibilität – ich kann den Bildausschnitt schnell ändern ohne mich bewegen zu müssen. Wer ein lichtstarkes Zoom-Objektiv will, muss damit leben, dass das Gewicht des Objektivs exorbitant zunimmt.

Selbes gilt für Fujifilm-Objektive. Mal abgesehen davon, dass die X-Objektive deutlich kleiner sind als die einer DSLR, so haben auch hier die Festbrennweiten den Vorteil, höhere Lichtstärken bei kleinerem Formfaktor anzubieten. Durch den fehlenden Spiegel, bleiben hier allerdings die Mikroerschütterungen weitestgehend aus.

Bildstabilisierung

Im Fujifilm-Test haben wir bereits beschrieben, dass die Fujifilm Systemkameras, im Vergleich zu anderen Herstellern wie zum Beispiel Sony oder Olympus, keine Bildstabilisierung im Body haben. Dies bedeutet, dass das Objektiv die Stabilisierung mitbringen muss. Eine Stabilisierung ist dann wichtig, wenn Sie bei schlechten Lichtverhältnissen eventuell mit einer längeren Belichtungszeit arbeiten oder Sie ein Zoom-Objektiv mit maximaler Brennweite benutzen müssen. Da wo die ruhige Hand aufhört, setzt die Bildstabilisierung ein.

Analoge Objektive